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Die Retter alter Rassen

NDR Fernsehen
Sendereihe: NaturNah

Produktion video:arthouse Film und Fernsehen GbR
Ein Film von Johann Ahrends , Nora Stoewer
Kamera Reinhard Bettauer   Marcel Manske
Ton  Jens Arend, Simon Tober
Schnitt Kay-Stephan Rettig
Sender NDR
Länge 30 Min.
Erstsendung 4.7.2017, 18:15 Uhr
Wiederholung 6.7.2017, 11:00 Uhr

DER FILM IN DER NDR MEDIATHEK

Sie alle sind vom Aussterben bedroht. Sie alle sind ganz besondere, schützenswerte Rassen. Sie alle haben das Herz von einzelnen Züchtern durch ihre ganz besondere Art gewonnen: Die großen Baudet du Poitou Esel, die flauschigen, weißen gehörnten Heidschnucken und die schlappohrigen Bunten Bentheimer Schweine. Ohne die aufopfernde Leidenschaft und zeitintensive Arbeit von einzelnen Züchtern würde es diese Rassen heute nicht mehr geben. Doch zum Glück gibt es Menschen, wie Franz Rolfes, Gerhard Schulte-Bernd, Heinrich Rülfing und die Familie Ellermann. Sie geben alles, um die alten Rassen vor dem Aussterben zu bewahren.


Lammzeit auf dem Hof von Franz Rolfes im Landkreis Cloppenburg. Hier sind über hundert Tiere der weißen gehörnten Heidschnucken zu Hause. Weißes Fell, weiße Hörner und weiße Beine sind ihre Kennzeichen. Eine andere Rasse kam für Franz Rolfes nie in Frage. Von seinem Vater erbte der Rentner die Herde. Jetzt im Frühjahr ist die stressigste Zeit im Jahr. Franz Rolfes ist Hebamme, Tierarzt und Ersatzmutter zugleich. Im Stall erblicken oft mehrere Lämmer an einem Tag das Licht der Welt. Am Nachmittag muss der Schafhirte die restlichen Tiere über Felder und Straßen, quer durch das Dorf bis zum Moor hüten. So wie es sein Vater schon getan hat.

Frühlingsanfang auf dem Hof der Familie Ellermann in Rehburg-Loccum. In der Nähe des Steinhuder Meeres stehen die schwersten Esel der Welt - die Baudet du Poitou Esel. Langes zotteliges Fell, riesige flauschige Ohren und ein gutmütiger Charakter machen die aus Frankreich stammenden Esel aus. Frank Ellermann besitzt über zehn Tiere der bedrohten Rasse. Er züchtet sie als einer der wenigen in Deutschland, investiert seine komplette Freizeit in die gutmütigen Langohren. Kurz vor Ostern ist die Aufregung groß. Das erste Fohlen wird erwartet. Frohe Hoffnung für den Fortbestand der Rasse. Ende der 70er Jahre war der Weltbestand auf nur 44 Tiere geschrumpft. Heute gibt es wieder rund tausend auf der Welt. Auch Dank der Arbeit von Familie Ellermann.   


Start in den Sommer in der Grafschaft Bad Bentheim. Auf dem Hof von Gerhard Schulte-Bernd ist das Gegrunze groß. Seine Bunten Bentheimer Schweine haben Ferkel. Dem heute 90-jährigen ist es zu verdanken, dass es diese Rasse überhaupt noch gibt. Über Jahrzehnte hinweg hat er sie vor dem Aussterben bewahrt. Gegen jeden Rat hat er sie als einziger weiter gezüchtet. Heute erleben die schlappohrigen Schweine einen zweiten Frühling. Auch durch Landwirte wie Heinrich Rülfing. Er holt die Ferkel für seine Zucht bei dem Urvater in Bad Bentheim ab. Die beiden Züchter sind verbunden durch ihre Leidenschaft zu den „Bentis“. Ihre große Hoffnung: Eine Zukunft für die alte Haustierrasse. Dafür müssen die Ferkel aber erst einmal in ihr neues Zuhause gebracht werden. Keine einfache Aufgabe, denn die vielen kleinen gefleckten Schweinchen sind flink und wollen nicht unbedingt direkt in den Anhänger. 


Wir begleiten die Retter der alten Rassen beim Start in den Sommer. Erleben mit, wie Jungtiere das Licht der Welt erblicken, was getan wird um den Fortbestand der Rassen zu sichern und wie viel Arbeit und Leidenschaft in der Erhaltung der alten Rassen steckt.

Die Retter alter Rassen

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